Neuer Film "Der verlorene Mann" - Schauspieler Harald Krassnitzer
Es ist eine besondere Rolle für den Schauspieler Harald Krassnitzer („Tatort“): Im Kinofilm „Der verlorene Mann“ (Kinostart: 7. Mai 2026) spielt er Kurt, der an Demenz erkrankt ist und vergessen hat, dass er seit 20 Jahren von seiner Frau getrennt ist. Im Gespräch mit HIT RADIO FFH-Moderatorin Silvia Stenger sagt Krassnitzer: „Es ist ein Film, der eigentlich kein Genre bedient und auch nicht in gängige Sujets passt. Ist es ein Liebesfilm? Ist es ein Film über eine Krankheit? Ist es ein Film über Freundschaft? Ist es ein Film über drei älter werdende Menschen?“ Für ihn sei diese Vielschichtigkeit sehr spannend gewesen: „Ein sehr dichter Film über die Liebe. Da lernen drei ältere Herrschaften sozusagen in ihrem letzten Zyklus noch mal etwas über die Liebe, über die Freundschaft und über das Leben.“ Warum er sich in seinem Beruf gut aufgehoben fühlt, er mit Adele Neuhauser im „Tatort“ eine tiefe Verbundenheit fühlt und warum er die Donau liebt – insbesondere, wenn er mit seiner Zille allein auf ihr schippert, darüber spricht der Schauspieler in der HIT RADIO FFH-Sendung „Silvia am Sonntag“ (3. Mai, ab 10 Uhr).
Besondere Anerkennung für Filmregisseur
Großes Lob hat Harald Krassnitzer für Welf Reinhart, den jungen Regisseur des Films „Der verlorene Mann“: „Das hat er mit so einer feinen Handschrift gezeichnet, das ist einfach nur atemberaubend.“ In manchen Momenten wirkt seine Spielweise fast kindlich erstaunt. „Ich glaube, dass das prinzipiell ein Teil dieser Krankheit ist, dass man manchmal etwas so anschaut, als würde man es zum ersten Mal sehen, weil einem plötzlich dieser Erfahrungsschatz fehlt.“
Tiefe Verbundenheit zur Donau
Insgesamt fünf Wochen ist der Schauspieler allein auf der Donau unterwegs gewesen. Der Fluss bedeutet ihm viel – er hat sogar auf der Donau geheiratet: „Diese Form des Reisens ist etwas so Fantastisches. Die Entschleunigung und dieses Gleiten durch so viele Kulturen, durch so viele Länder und Städte – sehr unterschiedliche Typen von Menschen, Geschichten und Landschaften. Das ist schon mal eine unglaubliche Bereicherung, die kannst du gar nicht in Worte fassen. Dann hat es was damit zu tun, dass man die meiste Zeit allein ist. Das ist wie so ein Doppelcheck mit sich selbst, um zu schauen: Wo kommst du her? Wie gehst du denn mit dieser Welt um?“
Die Schauspielerei als großes Geschenk
Um seine Freude an seinem Beruf auszudrücken, zitiert er den vor Kurzem verstorbenen Schauspielkollegen Mario Adorf: „Ich darf mein ganzes Leben lang spielen, und das ist ein wirklich großes Geschenk. Das hat er schon sehr, sehr schön ausgedrückt, und dem kann ich mich nur anschließen.“
Freundschaft zu Adele Neuhauser
Krassnitzer wird zusammen mit Adele Neuhauser beim „Tatort“ aufhören: „Wir haben gemeinsam eine sehr schöne Entscheidung getroffen und haben die über zwei Jahre gut vorbereitet – und ich denke, das ist genau der richtige Weg. Die letzte Folge ist gedreht und wird im Dezember gesendet.“ Mit der Schauspielerin verbindet ihn eine innige Freundschaft. „Das ist eine wirklich sehr, sehr tiefe Verbindung. Das, was wir manchmal mit ganz wenigen Blicken schon erzählen können, sind ganze Bibliotheken.“ Ihr gemeinsames Spielen sei immer eng am Leben gewesen. „Wir wollten immer wissen, was hat das mit uns zu tun? Und so haben wir auch versucht, unsere Figuren zu zeichnen.“
Abschied vom „Tatort“
Und wie endet der letzte „Tatort“ mit den beiden? Harald Krassnitzer sagt augenzwinkernd: „Wir werden beide in einer Außenstelle auf dem Mars eingesetzt.“ FFH-Moderaterin Silvia Stenger hakt nach: „Mit einer Elon-Musk-Rakete?“ Krassnitzer: „Nein, wir fliegen nur mit der NASA.“ Stenger: „Und dann seid ihr für ewig zusammen?“ Krassnitzer: „Richtig, ja – aber es sieht uns keiner mehr.“
„Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 10 und 14 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Harald Krassnitzer sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.
Foto: 2026 MaverickFilm
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