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Silvia am Sonntag mit "Physiopath" Frédéric Newnham

FFH MEDIENGRUPPE

Entertainer und Physiotherapeut - Wir sind alle Marathonläufer im Ruhestand

Er ist auf deutschen Bühnen sowie auf TikTok und Instagram als „Der Physiopath“ bekannt und Autor des Buches „Rippenbekenntnisse“. Frédéric Newnham, Physiotherapeut und Osteopath, feiert mit seinem unkonventionellen Blick auf den Körper große Erfolge. Er ist überzeugt, dass wir alle „Marathonläufer im Ruhestand“ sind – mit einer „Wahnsinnsmaschine als Körper“. Im Gespräch mit HIT RADIO FFH-Moderatorin Silvia Stenger spricht er darüber, dass wir verlernt haben, auf unsere Superkräfte zuzugreifen: „Mit dem E-Roller sparen wir uns auch noch das letzte Stück Bewegung. Wir können uns nicht immer mehr Bewegung abnehmen lassen. Nimm doch einen Rucksack mit, statt für jeden Weg ein Elektrogerät zu nutzen.“ Warum er auf Kältereize als Ritual schwört, worauf man in Fitnessstudios achten sollte und was ihn nach 50.000 Behandlungen immer noch an seinem Beruf fasziniert, darüber spricht Frédéric Newnham diesen Sonntag (6. August, ab 10 Uhr) mit FFH-Moderatorin Silvia Stenger.

Vorbild Blue Zones

Bewegung in den Alltag zu integrieren, sei genau das, was in den „Blue Zones“ geschehe, wo die meisten Hundertjährigen leben. „In den Arbeitsalltag integrierte kurze Bewegungseinheiten funktionieren viel besser als ein Yoga-Kurs nach Feierabend, zu dem niemand Lust hat.“ Dreimal pro Woche eine halbe Stunde reiche oft schon aus. In Fitnessstudios solle man jedoch aufpassen, denn nicht immer gebe es dort geschultes Fachpersonal. „Wichtig: Regelmäßige Kontrolltrainings aktiv einfordern. Oft sprechen Trainer eher die durchtrainierten Leute an als jene, die die Hilfe eigentlich bräuchten – das macht mich manchmal traurig.“

Kältereize als Ritual

Frédéric Newnham schwört auf Kältereize: „Ich bin Fan von kalten Duschen und Eisbaden und habe mir sogar eine Eiswanne in den Garten gestellt. Ich fühle mich wirklich schlecht, wenn ich morgens nicht komplett kalt dusche. Seit rund zwei Jahren hatte ich keine große Erkältung mehr.“

Berufserfahrung

Seit 26 Jahren arbeitet er in seinem Beruf und merkt, dass der Stress deutlich zunimmt. „Ich habe schätzungsweise 45.000 bis 50.000 Behandlungen gemacht – da entwickelst du ein Gefühl für Menschen. Man sieht Stress oft an den Pupillen, an hochgezogenen Schultern und an Kieferverspannungen.“

Zukunftspläne: Bewegung in Schulen

Neben seiner Praxis, der Bühne und seinen Büchern will er sein Wissen künftig auch dort weitergeben, wo es am meisten nützt und gebraucht wird. „Ich habe vor, 2027 in Schulen zu gehen, am liebsten in Grundschulen, um den Alltag dort zu verändern. Wenn Jamie Oliver in England das Schulessen verbessern konnte, warum sollten wir hier nicht auch etwas bei Bewegung ändern?“

Faszination Anatomie

Wenn Frédéric Newnham als der „Physiopath“ auf der Bühne steht, dann nicht ohne Kalle, das Skelett: „Am Skelett kann ich alle Gelenke zeigen und über Organe sprechen – die Zuschauer bekommen dadurch einen tollen Bezug zum eigenen Körper“, sagt er bei FFH. Eine Bewunderung für den menschlichen Körper, der auch er sich nach all den Jahren nicht entziehen kann: „Wenn man einen Schädel von unten betrachtet, ist die filigrane Struktur wirklich faszinierend.“

„Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 10 und 14 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Frederic Newnham sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.

Foto: Claudius Pflug

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